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Ratgeber Leben

Privat vorsorgen

Text Katrin Schreiter – Illustration Tim Dinter

Armut im Alter – das trifft vor allem Frauen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Profil erklärt dir, wie du für die Rente vorsorgen kannst.

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Ein Leben lang gearbeitet und trotzdem reicht die Rente nicht: Die Alterseinkünfte von Frauen und Männern sind unterschiedlich hoch. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts haben Frauen ab 65 Jahren 2023 im Schnitt Alterseinkünfte von rund 18.700 Euro brutto im Jahr bezogen, Männer rund 25.600 Euro. Dazu zählen Alters- und Hinterbliebenenrenten und -pensionen sowie Renten aus individueller ­privater Vorsorge.

Frauen sind also im Alter viel stärker von Armut betroffen als Männer. Dafür gibt es einige Gründe: jahrelange Arbeit in schlechter bezahlten Berufen oder Teilzeitarbeit, aber auch die unterbrochene Erwerbsbiografie der Frauen – etwa wegen der Betreuung der Kinder oder der Pflege von Angehörigen. Wer weniger verdient, zahlt logischerweise auch weniger in die Rentenkasse ein und muss im Alter mit einer schmalen Rente auskommen.

Zwar geht aus kürzlich veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, dass sich der Gender Pay Gap – also der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern im Jahr 2024 um zwei Prozentpunkte von 18 Prozent auf 16 Prozent verringert hat. Trotzdem muss noch sehr viel mehr passieren, bis die restliche Differenz überwunden werden kann. Die ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern bekämpft die IGBCE deshalb mit guten ­Tarifverträgen.

Nicht warten, bis sich das Pro­blem von allein verbessert, sondern finanziell vorsorgen.

Anja Ciechowski,
Expertin Female Finance

Überblick verschaffen

Anja Ciechowski, Expertin Female Finance beim Verbraucherportal Finanztip.de, beschäftigt sich seit Langem mit dem Thema Altersvorsorge von Frauen. Ihr erster Tipp: „Nicht warten, bis sich das Pro­blem von allein verbessert, sondern finanziell vorsorgen.“ Private Altersvorsorge sei sehr individuell, räumt sie ein, „schließlich können die Lebensphasen sowie die berufliche und die familiäre Situation von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Doch es gibt ein paar generelle Tipps, die weiterhelfen.“

„Am Anfang solltest du dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffen“, rät Anja Ciechowski. „Wie viel Geld ist auf dem Girokonto? Hast du Erspartes, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto, einem Sparbuch oder einem Wertpapierdepot? Gibt es Schulden Bafög oder laufende Kredite?“

Die Einnahmen haben die meisten Menschen im Blick, anders sei es häufig bei den Ausgaben. Verbraucherschutzorganisationen raten, mithilfe eines Haushaltsbuches konsequent zu erfassen, was an Geld ausgegeben wird. Nicht vergessen: die Notfallreserve. Es lässt sich nicht immer alles planen plötzlich geht die Waschmaschine kaputt. Anja ­Ciechowski: „Ratsam ist es deshalb, ein kleines Polster von mindestens drei Nettomonatsgehältern zur Seite zu legen. Am besten als Tagesgeld, das jederzeit verfügbar ist.“

Bei der Altersvorsorge setzen viele auf Sicherheit.

Anja Ciechowski,
Expertin Female Finance

Clever investieren

„Nach der Bestandsaufnahme geht es an die Finanzen, die für den Ruhestand erwartet werden“, sagt die Fachfrau. „Womit kannst du rechnen? Wie viel wirst du ungefähr brauchen?“ Die Deutsche Rentenversicherung verschickt jedes Jahr eine Renteninformation, die darüber Auskunft gibt, wie hoch die gesetzliche Zahlung sein wird. Je nachdem, ob es auch eine betriebliche und eine private Vorsorge gibt, ergeben sich die ungefähr zu erwartenden ­Einkünfte.

Und wie weit ist deine Wunschrente davon entfernt? „Unsere Berechnungen gehen davon aus, dass man im Ruhestand ungefähr achtzig Prozent des letzten Nettoeinkommens braucht, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können“, sagt die Finanztip-Redakteurin. „Bei der Altersvorsorge setzen viele auf Sicherheit“, so Ciechowski. Traditionelle Anlagen wie Sparbuch würden aber auf lange Sicht nicht einmal die Inflation ausgleichen. Erfolgreicher dagegen sei es, an der Börse zu investieren, zum Beispiel mit einem weltweiten Aktien-ETF. Generell gilt: Je früher du mit dem Investieren anfängst, desto weniger Druck hast du später.

Die IGBCE Bonusagentur berät dich

Als Mitglied der IGBCE genießt du die Vorteile, die dir die IGBCE Bonusagentur bietet. Dazu gehört auch eine kostenfreie, neutrale und unabhängig Finanzberatung. „Dabei wird als Erstes die per­sönliche Situation abgecheckt und objektiv analysiert“, sagt Jonas Witte, Geschäftsführer der IGBCE Bonusagentur. „Anschließend erfolgt eine individuelle Beratung nach Kriterien, die vom Verbraucher­­schutz geprüft wurden.“ Das heißt: „Du be­kommst die Informationen, die du benötigst, um für dich die rich­tigen finanziellen Entscheidungen zu treffen. Dabei gilt: Du entscheidest, wir helfen dir dabei.“ Im nächsten Schritt bekommst du ein persön­liches Finanzgutachten: Es dokumentiert nicht nur deinen Finanzstatus, es zeigt außerdem auch Optimierungsmöglichkeiten sowie Versorgungslücken und gibt dir für deine Planung entsprech­ende Empfehlungen.“

Noch Fragen? Dann melde dich einfach unter 0511 7631-892.