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Politik & Soziales
Monitor Digitalisierung
Dritte Befragung ist gestartet

Foto: Picture Alliance/Westend61 | Florian Küttler
Wie steht es um das Thema Digitalisierung in den Betrieben? Wie blicken die Beschäftigten auf das Thema? Um das herauszufinden, startet die IGBCE Anfang April zum dritten Mal den Monitor Digitalisierung – eine umfängliche Befragung in den Belegschaften ihrer Branchen. In der dritten Ausgabe geht es verstärkt um die Themenfelder Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Digitalisierung sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Die Studie baut auf den Erkenntnissen und den Methoden der Erst- und der Zweiterhebung aus den Jahren 2019 beziehungsweise 2021/2022 auf. Dabei werden Unterschiede zwischen Branchen, Tätigkeitsarten und Beschäftigtengruppen erfasst. In der Datenanalyse werden schließlich unter anderem Veränderungseffekte zu den beiden bisherigen Erhebungen untersucht. Ein deutlich stärkeres Gewicht dürfte das Thema künstliche Intelligenz (KI) erhalten, das in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Dynamik gewonnen hat.
Die Onlinebefragung im Rahmen des Monitors Digitalisierung endet im Juni. Die Ergebnisse werden beim achten Ordentlichen Gewerkschaftskongress der IGBCE im Oktober präsentiert. Mehr Infos findest du unter: monitor-digitalisierung.de
KAAT-Dialog
Komm mit uns in Dialog!
„AT oder nicht AT, das ist hier die Frage“, „Brennpunkt Arbeitszeit“ oder „Künstliche Intelligenz für Einsteiger“ – das sind nur einige Themen, denen sich der fünfte KAAT-Dialog am 4. und 5. Juli 2025 in Hannover widmet. Das Format richtet sich an kaufmännische, akademische und außertariflich beschäftigte (AT) IGBCE-Mitglieder sowie Betriebsräte und Vertrauensleute, die KAAT-Beschäftigte vertreten. Mehr Infos zum Programm und zur Anmeldung findest du unter: kaat.net
Tag der Arbeit
Stark am 1. Mai
Der Tag der Arbeit steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von guter Arbeit, einer starken Wirtschaft und sozialer Sicherheit. Unter dem Motto „Mach dich stark mit uns“ rufen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am 1. Mai wieder überall in Deutschland zu Demonstrationen, Kundgebungen und Maifeiern auf.
Auch die Mitglieder des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE sind auf Veranstaltungen im Bundesgebiet anzutreffen. Der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis spricht voraussichtlich in Saarbrücken, die stellvertretende Vorsitzende Birgit Biermann in Bochum. Francesco Grioli besucht die Ortsgruppe in Korbach, Oliver Heinrich nimmt an der DGB-Kundgebung in Berlin teil und Alexander Bercht wird am Vormittag in Bottrop und am Nachmittag in Recklinghausen zu Gast sein. Die genauen Orte und Uhrzeiten der einzelnen Veranstaltungen erfährst du über deine IGBCE vor Ort.

Das diesjährige Motto lautet: „Mach dich stark mit uns!“
Foto: DGB
Denkwerkstatt der IGBCE
Wie können wir die Arbeit der Zukunft gestalten?
Die IGBCE hat bei der Denkwerkstatt Theorie und Praxis zusammengebracht.
Foto: Daniel Krist
Bei der ersten Denkwerkstatt der IGBCE haben Ende Februar rund zwanzig Teilnehmende Ideen dafür entwickelt, wie Betriebsräte zum Treiber der Fachkräfteentwicklung werden können. Es ging unter anderem um Fragen wie: Wie können wir Fachkräfte für die Arbeit der Zukunft qualifizieren? Wie können wir Ausbildungskonzepte so anpassen, dass sie in die Zeit passen? Und wie können wir all das möglichst strategisch anpacken?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus verschiedenen IGBCE-Branchen mit Forschenden getroffen. Sie konnten dabei einige Ideen sammeln. Denn bei der Entwicklung von Fachkräften kommt Betriebsratsgremien eine zentrale Rolle zu: Die Arbeit der Zukunft gestalten, das heißt heute, Transformation mit den Menschen im Betrieb zu gestalten. Denn wenn Staat, Markt und Unternehmensführung nicht liefern, sind häufig Betriebsrätinnen und Betriebsräte gefragt, ihre Unternehmen voranzutreiben.
Oft werde zu spät gehandelt und manchmal die Veränderungsnotwendigkeit gar nicht erkannt. „Dann müssen eben Betriebsrätinnen und Betriebsräte sagen: Wir sind die, die das auf den Tisch legen, die einen Impuls geben“, so Alexander Bercht, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE. Es gehe um Fragen wie: Was können wir tun, damit unsere Kolleginnen und Kollegen qualifiziert werden, um sich rechtzeitig auf diese Veränderungen vorzubereiten? Und wie können wir als IGBCE unsere Kolleginnen und Kollegen noch besser dabei unterstützen?
Alte Programme funktionieren nicht mehr, neuere Kolleginnen und Kollegen haben andere Anforderungen als noch vor zehn Jahren – damit beschäftigte sich beispielsweise Sandy Richter vom Biopharmazie-Unternehmen IDT Biologika. „Großes Thema bei uns ist die Entwicklung von Expertinnen und Experten. Bei uns bedeutete Karriere bisher immer automatisch auch Führung, das würden wir gern ändern.“
Jonas A. von Holt vom Chemieunternehmen Olin hat vor allem die Jugend im Blick: „Was wir gerade besonders merken, ist, dass unsere Ausbildung nicht mehr in die heutige Zeit passt. Die Jugend hat sich gewandelt.“
In den Workshops diskutierten die Teilnehmenden außerdem darüber, wie sie als Betriebsrätinnen und Betriebsräte dazu beitragen können, die Fachkräfte- und die Kompetenzentwicklung in ihren Unternehmen in den nächsten Jahren zu entwickeln. Sie waren sich dabei einig, dass sie als eine Art „Trüffelschwein“ agieren müssten, weil sie die Beschäftigten am besten kennen. Und sie müssten für einen strategischen Ablauf sorgen, also etwa mit einer Demografieanalyse oder einem Potenzialplan.