Es wird Zukunft geschrieben
Bezirksdelegiertenkonferenzen in Bayern stellen die Weichen für eine erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit in den kommenden vier Jahren und die Arbeitswelt von morgen.

In den Bezirken Altötting, Augsburg, München, Nürnberg, Mainfranken, Kelheim-Zwiesel und Nordostbayern wurde die Zukunft der gewerkschaftlichen Arbeit gestaltet.
Engagierte und lebendige Diskussionen, wertvolle Impulse sowie richtungsweisende Beschlüsse und Wahlen: Von Ende Januar bis Ende März nahmen die Delegierten in den sieben bayerischen IGBCE-Bezirken jeweils an regionalen Konferenzen teil, zum einen, um die vergangenen vier Jahre Revue passieren zu lassen, zum anderen, um zu wählen und mit ihren Anträgen die Zukunft der gewerkschaftlichen Arbeit zu gestalten. Beispielhafte Einblicke in die Konferenzen in Altötting, Augsburg und München.

Am 25. Januar machten die Delegierten im IGBCE-Bezirk Altötting den bayerischen Auftakt für das Konferenz- und Kongressjahr 2025. „Unsere Arbeit wird in den kommenden Jahren nicht einfacher werden. Unser Ziel muss es sein, gemeinsam die vor uns liegenden Aufgaben im Interesse der Beschäftigten und ihrer Familien zu meistern“, sagte der dortige Bezirksleiter Günter Zellner.
Oliver Heinrich, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand (gHV) der IGBCE, betonte in seinem Impulsreferat: „Im Rennen um eine gute Zukunft wird 2025 ein Entscheidungsjahr. Wir sind als IGBCE dafür gut aufgestellt und gleichzeitig gefordert, kluge, zukunftsfähige und passgenaue Antworten auf die Fragen der Zeit zu finden.“ Das Fazit von Günter Zellner am Ende der Konferenz im größten der bayerischen IGBCE-Bezirke: „Ich freue mich darauf, gemeinsam unsere zukünftigen Ziele anzugehen. Denn: Wir gestalten gute Arbeit und ein gutes Leben.“

Gewerkschaft auf Höhe der Zeit
Den Grundstein für die nächsten vier Jahre legen und das Beste für die Mitglieder im Bezirk in die Wege leiten: Diesen Kurs gab Torsten Falke für die Delegiertenkonferenz im IGBCE-Bezirk Augsburg am 1. Februar vor. Der Bezirksleiter dankte insbesondere den engagierten Ehrenamtlichen: „Ihr gebt unserer IGBCE jeden Tag vor Ort in den Betrieben ein Gesicht. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit euch weiter für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen im Bezirk Augsburg zu kämpfen.“
Die Notwendigkeit einer starken Gewerkschaft auf Höhe der Zeit betonte Hauptvorstandsmitglied Francesco Grioli in seinem Impulsreferat: „Wir werden uns politisch einbringen in die zentralen Diskussionen und Entscheidungen zur Zukunft unserer Industrien. Und wir werden alle Instrumente der Mitbestimmung nutzen, um ein Maximum an Sicherheit für unsere Betriebe und die Kolleginnen und Kollegen zu erreichen.“

Foto: Photogenika
Vielfältige Beschlüsse
Im IGBCE-Bezirk München kamen die Delegierten am 22. Februar zusammen, um Weichen zu stellen, die gewerkschaftliche Arbeit zu gestalten und drängende Herausforderungen der Arbeitswelt zu diskutieren. Im Hauptreferat stellte Birgit Biermann, stellvertretende Vorsitzende der IGBCE, zentrale Zukunftsthemen und die Rolle der IGBCE in den Fokus. „Die IGBCE steht bundesweit für eine starke Mitbestimmung, gute Tarifverträge und eine Industriepolitik, die die Beschäftigten und ihren Schutz in den Mittelpunkt stellt. Genauso steht sie aber auch für eine Sozialpolitik, die Garant für Stabilität, Gerechtigkeit und Demokratie ist“, betonte sie.
Astrid Meier, Bezirksleiterin der IGBCE München, rief die Delegierten dazu auf, die Beschlüsse entschlossen in den kommenden gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen zu vertreten: „Unser gemeinsames Ziel ist klar: bezahlbarer Wohnraum, starke Mitbestimmung, die Chancen von künstlicher Intelligenz nutzen und die Risiken handhaben, soziale Sicherheit und eine zukunftsfähige Arbeitswelt. Mitbestimmung und Tarifbindung sind kein Privileg, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg – und das verteidigen wir in ganz Deutschland.“
Um ihre Themen zu verankern, fassten die Delegierten in ganz Bayern Beschlüsse, die einfließen in die Anträge und die Zukunftskonzepte der IGBCE. Diese reichten von (gesellschafts)politischen bis zu IGBCE-Themen.
Wir sind da und stehen zusammen, insbesondere in herausfordernden Zeiten.
Harald Sikorski, Bayerns IGBCE-Landesbezirksleiter
Bayerns IGBCE-Landesbezirksleiter Harald Sikorski nutzte seine Grußworte bei den Konferenzen unter anderem für einen Dank an die Delegierten: „Ihr seid diejenigen, die unsere IGBCE verkörpern und erfolgreich machen.“ Die gestellten Anträge, die sich für eine gute Zukunft der Betriebe, der Arbeitsplätze und der Arbeitsbedingungen einsetzen, würden dafür sorgen, dass Bayern bliebe, was es bleiben müsse: ein wichtiger Industriestandort, der für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit sorgt.
Seine Botschaft lautete: „Wir sind da und stehen zusammen, insbesondere in herausfordernden Zeiten.“
LBDK in Nürnberg
Am 16. und 17. Mai kommen die Delegierten in Nürnberg zur Landesbezirksdelegiertenkonferenz (LBDK) Bayern zusammen. Beraten und beschlossen werden dann die Anträge, die in den bayerischen IGBCE-Bezirken auf den Weg gebracht worden sind. Zudem wird der Landesbezirksvorstand neu gewählt. Mit dabei sein werden unter anderem die stellvertretende Vorsitzende der IGBCE, Birgit Biermann, sowie Bayerns DGB-Landesvorsitzender Bernhard Stiedl.