News
Vor Ort: Bayern
Bayern
Weltfrauentag: „Gleichstellung jetzt!“

In allen bayerischen IGBCE-Bezirken gab es anlässlich des Weltfrauentags vielfältige Aktionen.
Foto: IGBCE Bayern
Verteilaktionen von Rosen oder „Frauenpower-Salz“ in den Betrieben, Frauennetzwerktreffen, Frauenkino, Improvisationstheater, Bodenzeitungen und vieles mehr: Auch am diesjährigen Weltfrauentag am 8. März gab es in allen bayerischen IGBCE-Bezirken wieder zahlreiche kreative Ideen, vielfältige Betriebsaktionen und abwechslungsreiche Informationsveranstaltungen.
Die gemeinsame Botschaft der Aktivitäten bringt Stefan Plenk, Landesfrauensekretär der IGBCE in Bayern, auf den Punkt: „Bezüglich der Gleichstellung von Frauen in Beruf, Gesellschaft und im privaten Umfeld gibt es noch sehr viel zu tun“, sagt der Gewerkschafter. „Wir fordern deshalb ‚Gleichstellung jetzt!‘ nicht nur bei den Gehältern, sondern auch auf sozial- und gesellschaftspolitischer Ebene.“
Sein Resümee: „Um dieses Ziel zu erreichen, sind alle politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte gefragt, denn die Ungleichheiten sind weiterhin enorm. Daher ist der Weltfrauentag noch immer ein äußerst wichtiges Datum, das auf die weiterhin bestehenden Probleme hinweist, angefangen beim Gender-Pay-Gap bis zur Rentenlücke, und an dem wir lautstark Reformen einfordern.“
IGBCE-Jugend setzte Themen
Aus sieben sehr gut besuchten Jugendkonferenzen in den bayerischen IGBCE-Bezirken speisten sich die Teilnehmenden der Landesjugendkonferenz, die am 28. und 29. März auf Burg Schwaneck in Pullach bei München stattfand. Neben rund siebzig Teilnehmenden und Gästen wurden unter anderem der neue Bundesjugendsekretär Leon Kunkel, Landesbezirksleiter Harald Sikorski und Münchens Bezirksleiterin Astrid Meier erwartet. Auf dem Programm standen am Freitag zum Auftakt ein „Abend der Möglichkeiten“ und am Samstag die Abstimmung über circa dreißig Anträge, von denen sich viele auf die Verbesserung der beruflichen Ausbildung im Betrieb und in der Schule mit Bezug zu künstlicher Intelligenz und besserer Ausstattung beziehen. Näheres in der nächsten Profil.
Stuttgart
Rambozambo für die Zukunft von Industriejobs

Mehr als 25.000 Menschen machten am 15. März beim Aktionstag von IGBCE und IG Metall in Stuttgart Rambozambo für die Zukunft ihrer Industriearbeitsplätze. Mit dabei waren auch rund 350 Beschäftigte aus den bayerischen IGBCE-Betrieben.

Fotos (2): IGBCE
Bayern
Kunststoff-Tarifrunde: zahlreiche Aktionen vor Ort
In der schwierigen Kunststoff-Tarifrunde haben Betriebsräte und Bezirke den Druck auf die Arbeitgeberseite mit zahlreichen und vielfältigen Aktionen nach der ersten und der zweiten Verhandlung erhöht. So fanden vielerorts in Bayern in Betrieben der Kunststoff verarbeitenden Industrie Veranstaltungen der Vertrauensleute, Betriebsversammlungen, Verteilaktionen und politische Mittagspausen statt, um der IGBCE-Forderung Nachdruck zu verleihen und Zusammenhalt zu zeigen.
Unter anderem wurden bei Renolit SE München „Tarif-Donuts“ verteilt, um getreu dem Motto „Damit das Loch nur im Donut bleibt und nicht in euren Geldbörsen“ auf die Forderung nach mehr Geld und mehr Wertschätzung für Mitglieder hinzuweisen. Flächendeckend wurden lange Menschenketten gebildet. Bei RKW Wasserburg und bei Hopf Packaging gab es (nicht nur) Schokoherzen „gegen gebrochene Herzen“.
Die IGBCE Bayern hat damit den Kern ihrer Forderung für die Fläche engagiert und unüberhörbar bekräftigt, die nicht nur an aktuellen unternehmerischen Wirtschaftskennzahlen ausgerichtet ist, sondern sich auch an einer gemeinsamen und nachhaltigen Zukunft orientiert. Gemeinsam, so der Tenor und das Signal in Richtung Arbeitgeberseite, schultern wir das.
„Die Aktionen haben ein deutlich sichtbares und lautstarkes Zeichen gesetzt“, resümiert Gerd Hammerl, Verhandlungsführer und stellvertretender Landesbezirksleiter. „Wir sind mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch gekommen und konnten zudem zahlreiche Neuaufnahmen verzeichnen.“ Die dritte Verhandlungsrunde fand nach Redaktionsschluss statt.